Story

Privet Germania / Hallo Deutschland 23.10.1997

Mit neun Jahren aus Russland nach Deutschland immigriert, begann ich mich schon während meiner Schulzeit für technische Maschinen und Computer zu interessieren. Aus dem Interesse wurde schnell eine Leidenschaft, die durch den Schulplan nicht mehr gedeckt werden konnte. Per Selbststudium fing ich während meines 14. Lebensjahres an Programmierung in Hochsprachen zu lernen. Als 18 Jähriger und neben dem Abitur heuerte ich im Jahr 2006 bei einem Automobil-Zulieferer an, wo ich Drehbearbeitungszentren bedient habe und so den ersten Einblick in die Industrie erhalten konnte.  Diesen doch eher ungewöhnlichen Schülerjob erhielt ich mit Hilfe meines Vaters Artur Bendiks, Dipl. Ing., ehemaliger MiG-21 Kampfpilot und zu dieser Zeit als Fräser in ebendiesem Unternehmen tätig.

Gratwanderung 01.10.2007

Der inoffizielle Start von Bendiks Engineering war ein Projekt mit der Aufgabenstellung ‚Entgratung von zerspanend gefertigten Werkstücken ausserhalb des Bearbeitungszentrums‘. Mein Vater überzeugte die Geschäftsführer von einer internen Lösung, diese schenkten ihm das Vertrauen und er holte mich ins Boot. Zusammen und mit großer Unterstützung durch Stefan Elfers, Fräsmeister, entwickelten wir innerhalb von etwa drei Monaten eine drei-achsige CNC Entgratstation, von der bis heute bereits etwa 30 Einheiten produziert wurden. Dies war die Geburt der internen Automatisierungsabteilung im Unternehmen des Automobil-Zulieferers.

Ein Roboter gegen drei Maschinen 17.03.2008

Das erste Projekt mit einem industriellen Roboter war die Optimierung und Korrektur einer bestehenden Roboterzelle. Diese bestand aus einem Roboter und drei Bearbeitungszentren, denen der Roboter die Roh-Werkstücke zuführen und die Fertigteile abführen sollte. Aufgrund verschiedener Zufälle wurde das Projekt in die Arme meines Vaters und mir gelegt. Wir teilten uns die Arbeit nach unseren Interessengebieten auf. Mein Vater, der Bastler, optimierte die Zellenstrategie während ich in den Osterferien innerhalb einer Woche die Programmierung des Roboters lernte und das bestehende Programm an die neue Strategie anpasste. Nach fünf Tagen Arbeit lief die Zelle wie gewünscht.

Zelle auf Lebenszeit 08.12.2008

Zelle auf Lebenszeit
An diesem Datum fing die Entwicklung der ersten komplett durch uns entwickelten Roboterzelle an. Bestandteile der Zelle waren eine Entnahmestation, eine Waschstation sowie ein neu entwickeltes Magazinkonzept. Bis zum heutigen Tage wurden durch unsere Abteilung über 50 verschiedene Roboterzellen entwickelt, programmiert, gebaut und in Betrieb genommen.

Zufall oder Schicksal 01.01.2013

Studium fast zu Ende – was tun? Weiter im Angestelltenverhältnis arbeiten oder die Erfahrungen beim Aufbau der Automatisierungsabteilung im mittelständischen Unternehmen nutzen um sein eigenes Unternehmen aufzubauen? Für mich war schon vorher klar, dass es letzteres werden würde. So entschied ich mich im Jahr 2013 ein Gewerbe anzumelden. Jedoch weiter neben meiner Tätigkeit als angestellter Werkstudent, nur für alle Fälle eben. Und sei es Zufall oder Schicksal kam zwei Monate später ein Anruf aus dem Gewerbepark mit der Bitte um Unterstützung bei der Inbetriebnahme eines Roboters. Erster Auftrag, erste Rechnung.

Vollzeit 01.08.2013

Angestelltenverhältnis gekündigt und ehemaligen Arbeitgeber in einen Auftragsgeber umgewandelt. Zudem folgte der Einzug ins eigene Reich – pardon – ins eigene Büro. Die Vollzeit-Selbständigkeit geht los und mit ihr ein Kribbeln im Bauch.

GründerCampus 21.11.2013

GründerCampus
Im Rahmen des GründerCampus Niedersachsen Programms erhalte ich an diesem Tag die erfreuliche Nachricht, dass mein Unternehmenskonzept von der Jury positiv bewertet wurde und den Zuschlag erhalten hat.

Der logische Schritt 15.05.2014

Umfirmierung in eine GmbH & Co. KG mit Beitritt von Artur Bendiks als Gesellschafter. Zudem erhalten wir Unterstützung durch den Freiberufler Dipl. Ing. Thomas Heintz, der mehr als 20 Jahre Erfahrung im Schaltschrankbau besitzt. Damit decken wir nun Mechanik, Elektrotechnik und Informatik mit jeweils einem Ingenieur ab und können Ihnen so tatsächlich ein System aus einer Hand anbieten.

Erster Mitarbeiter 01.09.2014

Mit Dr. Vladimir Molchanov, der sich fortan um die Forschung und Entwicklung kümmern wird, haben wir unseren ersten Kollegen angestellt. Seine Hauptaufgaben werden neben der Entwicklung von bildverarbeitenden Systemen auch die Programmierung von Maschinen und Software sein.

Einzug in unsere neue Halle 01.03.2015

Einzug in unsere neue Halle

Mit dem heutigen Tag haben wir unsere neue Mietshalle bezogen. Auf über 300 qm mit zwei großen Büros haben wir nun genug Platz, um neue Anlagen zu bauen und zu entwickeln.

Neue Herausforderungen

Es wird viel passieren. Wenn Sie ein Teil meiner Geschichte sein möchten, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen. Zusammen werden wir tolle Dinge realisieren. Bis Bald.

Maxim Bendiks Unterschrift Maxim Bendiks